Haik

Frau vom Berberstamm der Kabylen im Haik

Darstellung aus dem 19. Jh.

Haik, der (von marokkan. arabisch hâ'ik, von arabisch hâka "weben")

  1. Traditionelle Oberbekleidung der nordafrikanischen Berber, die ebenso von den nomadischen Tuareg in Marokko getragen wird.

    Der Haik besteht aus einem ca. 5,5m langen und 1,8m breiten rechteckigen Stoffstück, das man um den Körper wickelt und an den Schultern mit Fibeln, bzaim, zusammenhält oder knotet. Die Frauen legen das Ende oft schleierartig über den Kopf und schützen ihr Gesicht damit vor den Blicken der Männer. Menschen aus ärmeren Verhältnissen trugen den Haik ohne Unterkleidung.

    Als Materialien dienen grobe, handgesponnene Wolle, Baumwolle, aber auch Seide; häufige Farben und Musterungen sind Weiss, Dunkelbraun, Schwarz und gestreift. Für Bräute ist ein schleierartiger, dünner Seiden-Haik üblich.
  2. Ägyptischer  Umhang aus dem Neuen Reich (1551-1070 v. Chr.),  der von den  Pharaoninnen und Königinnen getragen wurde. Er wurde vorn geknotet und bestand aus plissiertem, dünnen Leinen.
(nina)

Quellen